Es lohnt sich oft, in den Untiefen des Internets herumzuwaten. Dieses Video von Pr0 zeigt, was passieren kann, wenn dein Umfeld nicht geradeaus denkt.
In dem Video zerstört ein offensichtlich Schizophrener mit einem Bagger das Haus seiner Nachbarin, weil er glaubt, dass diese ihn mit Schallwaffen beschossen hat. So in etwa muss es einem auch vorkommen, wenn ich darüber schreibe, dass im Bad der Mehringdamm-WG eine Kamera aufgehängt war, die bei einer Hausdurchsuchung gefunden wurde. Schließlich ist das in der Presse nicht dokumentiert, also ist es nicht passiert.
Ich wurde im Zuge des Keylogger-Funds in der taz vom Pressesprecher der Abgeordnetenhausfraktion der Grünen angerufen. Währenddessen saß ich mit einem Piraten im Fraktionsbüro in Bonn. In Anwesenheit dieser Person teilte mir Sebastian Brux mit, dass im Bad der Mehringdamm-WG während einer Hausdurchsuchung durch die Polizei eine Kamera gefunden wurde. Auf eine Anzeige habe man aus Opferschutz verzichtet.
Bei der Mehringdamm-WG, aus der ich aus professionellen Gründen entfernt worden war, hatte ich in den Jahren danach zuweilen vorbeigeschaut. In der Küche hing noch das alte Foto, auf dem Paula, Wetter und ich morgens auf der Fusion in der Kälte sitzen, ob auch das Grillbild mit Karl Lauterbach da war, habe ich vergessen. Später habe ich Bernd-typisch das Klingelschild fotografiert, ein Sittenbild aus der grünen Blumenkinderwelt.